
Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld, Fondssparplan – für das Sparen fürs Kind gibt es viele Wege, und die Frage nach dem besten hat keine allgemeine Antwort. Sie hat eine für euer Ziel, euren Zeitraum und euren Umgang mit Schwankungen. Dieser Beitrag ordnet die Möglichkeiten, ohne ein Produkt zu empfehlen.
Zuerst: Wofür und für wann?
Geld für den Führerschein mit 17 braucht einen anderen Weg als Startkapital für die erste Wohnung mit 25. Je kürzer der Zeitraum, desto wichtiger ist, dass der Betrag am Ende sicher da ist. Je länger, desto eher können Schwankungen ausgehalten werden – und desto größer wird der Unterschied zwischen Sparen mit und ohne Wertentwicklung.
Die Möglichkeiten im Überblick
Sparbuch und Tagesgeld
Sicher, jederzeit verfügbar, gesetzlich bis 100.000 Euro je Bank und Person abgesichert. Die Verzinsung liegt meist unter der Inflation; über 18 Jahre verliert das Geld damit real an Kaufkraft. Geeignet für kurze Zeiträume und für den Teil, der sicher verfügbar sein soll.
Festgeld
Fester Zins für eine feste Laufzeit, in der das Geld nicht verfügbar ist. Etwas höhere Zinsen als Tagesgeld, dieselbe Einlagensicherung. Sinnvoll, wenn der Zeitpunkt der Verwendung feststeht und das Geld bis dahin nicht gebraucht wird.
Fondssparplan auf breit gestreute Fonds
Regelmäßige Beträge fließen in Fonds, deren Wert mit den Märkten schwankt. Über lange Zeiträume war die Entwicklung breiter Aktienmärkte in der Vergangenheit positiv – eine Garantie für die Zukunft ist das nicht, und in einzelnen Jahren kann der Wert deutlich fallen. Wer den Sparplan kurz vor dem Ziel auflösen muss, kann Verluste realisieren. Dafür sind die Kosten bei ETFs gering und die Handhabung einfach.
Versicherungsbasierte Sparformen
Ausbildungs- oder Kinderversicherungen verbinden Sparen mit Versicherungsschutz, etwa bei Tod des Elternteils. Der Schutz kann sinnvoll sein; die Kosten sind meist höher als bei einem Sparplan, und die Flexibilität ist geringer. Ob die Kombination zu euch passt, lässt sich nur mit den konkreten Bedingungen beurteilen.
Auf wessen Namen?
Ein Depot oder Konto auf den Namen des Kindes gehört rechtlich dem Kind – mit 18 kann es frei darüber verfügen. Der Vorteil: Das Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr, Erträge bleiben also länger steuerfrei. Ein Depot auf Elternnamen bleibt in eurer Hand, die Erträge laufen aber über euren Freibetrag. Schenkungen an Kinder sind bis 400.000 Euro je Elternteil innerhalb von zehn Jahren steuerfrei; für normale Sparbeträge spielt das keine Rolle.
Wie ihr anfangt
- Erst den Notgroschen auffüllen, dann fürs Kind sparen – sonst geht der Kindersparplan beim nächsten Notfall drauf.
- Betrag festlegen, den ihr auch in der Elternzeit haltet. Ein kleiner, dauerhafter Betrag schlägt einen großen, der nach einem Jahr ausgesetzt wird.
- Zeitraum notieren und in fünf Jahren prüfen, ob Weg und Ziel noch zusammenpassen.
- Wenn ihr wissen wollt, was aus einer Sparrate über die Jahre werden kann: Unser Rechner für den Vermögensaufbau für euer Kind rechnet es mit euren Zahlen durch – als Modell, nicht als Versprechen.
Ihr wollt das für eure Situation durchgehen? Im kostenlosen Erstgespräch sortieren wir in etwa 20 Minuten, was bei euch zuerst dran ist – online, ohne Verpflichtung.
Häufige Fragen
Ab wann sollten wir für unser Kind sparen?
Sobald der Notgroschen der Familie steht. Je früher ihr beginnt, desto länger kann das Geld arbeiten und desto kleiner darf die monatliche Rate sein.
Sollte das Konto auf den Namen des Kindes laufen?
Das hat Vor- und Nachteile: eigener Sparerpauschbetrag des Kindes, aber mit 18 verfügt das Kind allein über das Geld. Wer die Kontrolle behalten will, spart auf dem eigenen Namen.
Ist ein Fondssparplan für Kinder riskant?
Der Wert schwankt und kann in einzelnen Jahren deutlich fallen. Über lange Zeiträume hat sich das in der Vergangenheit meist ausgeglichen, garantiert ist das nicht. Für kurze Zeiträume ist ein Fondssparplan deshalb ungeeignet.